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Bubenträume

Auf Anordnung der Mama haben die beiden die Pomelo vorne links ganz schnell verspeist, um sich wieder ihren Fahrzeugen widmen zu dürfen.

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Pfingstmontagnachmittagvergnügen

Am Rande des Sportplatzes dreht sichs gut. Zeitung lesen? Warum nicht rauchen!

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Sonntagnachmittagvergnügen

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Buaigeschoss!

Als Fußgänger am Straßenrand kann einem schon mal eine solche Flasche um die Ohren fliegen. Fahrer und Mitreisende haben es nicht gern, wenn man aus dem Auto, Minivan oder LKW Buai spuckt. Das gibt ätzende Rallyestreifen auf Lack und Kleidung. Zur Erinnerung: Buai ist eine hiesige Droge, Zigaretten vergleichbar. Mancher behauptet, er könne von einem Tag auf den anderen damit aufhören… Aber allein das Ritual hat schon mehr als genug Suchtpotenzial. Buai (Betelnüsse) drückt man mal schnell jemandem zur Begrüßung in die Hand. Sie sind DER Exportschlager von der Küste ins Hochland. Der Handel ist perfekt organisiert und bringt gute Rendite. Egal, wo man ist, überall kann man mit den Zähnen eine Buai schälen und kauen, dann gemütlich sein Plastikdöschen mit dem Kalk aus dem Bast-Täschchen  ziehen, in aller Ruhe ein paar Blätter hineintunken und alles in die Backentaschen schieben. Nur, wohin mit der vielen blutroten Spotze, die sich jetzt im Mund ansammelt? An jeder Ecke hängen Schilder, die das Spucken verbieten… Also alles diskret in eine leere Kolaflasche. Und wenn die voll ist, ab damit durchs Fenster. Bei der nächsten Pause rotzt und spuckt man sich dann an einer Ecke richtig frei. Lecker. Buai ruiniert nicht nur die Ästhetik, sondern auf längere Sicht auch jedes Gebiss.  In der Hauptstadt Port Moresby gibt es ein Gesetz, das Buaikauen in der Öffentlichkeit verbietet. (ähnliche Auslegung wie bei der Gurtpflicht. Öffentlichkeit ist immer woanders)

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Kleiderordnung

Die beiden Frauen gehen ganz traditionell zum Markt, um Bananen und Kulau zu verkaufen. Ganz traditionell tragen sie auch ihre Bilum (Netztaschen). Vor 20 Jahren wäre vielleicht mit Steinen nach ihnen geworfen, denn: sie tragen Hosen! noch dazu nur knielange. Im Stadtbild von Lae oder Madang ist das jetzt ganz normal und für jüngere Frauen, die modern, fortschrittlich, emanzipiert oder einfach modisch uptodate wirken möchten, ein modisches Muss. Auch das T-Shirt links ist Le Dernier Cri.

Aus zuverlässiger Quelle wurde mir berichtet, dass auch unsere konservativen Studentenfrauen under cover unter ihren Röcken knielange Hosen der neuesten Mode tragen.

Nicht witzig: Gewalt und sexuelle Übergriffe gegen Mädchen und Frauen, sind Alltagsgeschehen. Eine Frau sagte in einer Gesprächsrunde über die neue Kleiderordnung: „Wenn ich wegrennen muss, ist ein Rock nur hinderlich.“

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Ol Mama

Ohne „die Frauen“ geht in der Kirche gar nichts. Pünktlich („jerman-taim“) finden sie sich zur Morgenandacht ein und warten auf die Studenten. Johanna vorne, die Frau von Pastor George, hat zwar eine „Meri-Blaus“ (Rock mit Kleid/längerer Bluse) an, aber in Wirklichkeit die Hosen. Sie kennt jedes Lied im Gesangbuch, kann vor allem richtig anstimmen und trägt dann den Gesang.

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Schleudersitz

Auch in PNG gibt es eine Straßenverkehrsordnung, die eine Anschnallpflicht vorsieht. Für jeden Mitfahrer muss es einen Sitzplatz giben. Das Bild ist so zu enterpretieren: Sitzplatz ist ausreichend auf der Ladefläche des Trucks vorhanden. Anschnallpflicht besteht natürlich, sofern ein Gurt zur Verfügung steht. Davon kann hier leider keine Rede sein. Auch nicht bei Tempo 100 auf dem Northcoast Highway. Guten Flug!

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Pauakat

Eine Woche Stromausfall? Kein Problem für PNG-Power, dem staatlichen Monopolisten für die nationale Stromversorgung. Wer es sich leisten kann, hat seinen privaten Standby-Generator. Das ist hier die übliche Weise, mit der mangelhaften Infrastruktur zurecht zu kommen: Private Lösung. In meinem Fall: Solarpanel für Handy, Eimer zum Wasserholen, Handwäsche, Kühlschrankinhalt verschenken. Probiert mal ein paar Tage ohne Strom. Geht.
Wofür hätte ich gern (zwei Stunden pro Tag) Strom? Um Wasser vom Regenwassertank in den Dachtank zu pumpen. Dann fließt es im Haus. Fürs Laden von Handy/Laptop/Lampen. Waschmaschine. Kühlschrank. Licht. Und hier liegt das Problem. Da es von 18 – 6 Uhr dunkel ist, gibt’s ohne Licht in Stadt und Land über kurz oder lang ein Sicherheitsproblem verursacht durch lichtscheue Gestalten. Um Anfragen und Bescwerden aus dem Weg zu gehen, ist die Geschäftsstelle von PNG-Power in Madang ist seit Tagen geschlossen. An der Tür gibt’s was zu Lachen für den „valued customer“.

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Krais i kirap bek!

Tru tumas, em i kurap bek.

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Waspapa grup

Was könnte „was“ heißen? Ist ganz einfach: „was“ kommt von „watch“. Waspapa ist jemand, der für jemanden verantwortlich ist und ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Jedem unserer Lehrer ist eine kleine Gruppe von Schülern zugeordnet, für die er Waspapa ist. Man trifft sich in der Gruppe, feiert Andachten, bespricht sich. Einzelnen hilft man beim Ausarbeiten ihrer Predigten oder beim Lösen von Alltagsproblemen. Einmal die Woche ist die Waspapa Grup verpflichtet, mir bei der Gartenarbeit behilflich zu sein. Da ich im Unterschied zu den einheimischen Lehrern keinen großen Nutzgarten habe, ist die Arbeit bei mir eine Art Parkpflege. Alle kommen gern und bringen zur Verstärkung ihre Ehepartner und Kinder mit. Im Anschluss gibt’s für alle was zu essen. Heute habe ich Curry-Reis mit Erbsen und Dosenfisch gekocht. Während die Eltern mit Spaten, Buschmesser und Rasenmäher hantieren, spielen die Kinder Wache halten (das heißt auch „was“).

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