Leben und Arbeiten in Papua Neuguinea – Sindaun na Wok long Bavaria

Mein letzter Aufenthalt in Papua Neuguinea, 2011, liegt nun schon eine Weile zurück. Seit Januar 2014 bin ich wieder im Land und arbeite als Lehrer zunächst ein halbes Jahr am National Evangelist Training Centre NETC in Amron bei Madang. Ab Juli 2014 soll es dann noch einmal, diesmal für einen längeren Zeitraum, bis 2016, nach Finschhafen gehen. Meine Aufgabe: Mitarbeit als Dozent am Senior Flierl Seminary, Logaweng, Finschhafen, Morobe Provinz. Das SFS ist eines der Tok-Pisin-sprachigen Ausbildungsstätten für Pfarrer in der Evang. Luth. Kirche von PNG.

PNG verändert sich rasant. Ein Mobiltelefon hat inzwischen so gut wie jedermann und jedefrau. Der Netzausbau der Firma Digicel schreitet stetig voran. Da inszwischen viele Smartphones im Einsatz sind, die für umgerenchet 3 Cent pro 1MB das Netz anzapfen, stockt der Datenfluss trotz UMTS/HSPA manchmal. In Madang stockt und staut sich auch der Autoverkehr inzwischen öfters am Tag. Technisch ist die Entwicklung im Land weit fortgeschritten. Dafür sorgen die internationalen Konzerne, die im großen Stil Rohstoffe abbauen. Auf den Dörfern ist aber vieles noch beim Alten, wie ich es aus der Zeit von 1994-96 in Erinnerung habe. Mein Eindruck ist, dass es mehr Auseinandersetzungen um Gartenland gibt und die Infrastruktur der Realwelt verfällt. Straßen, Krankenhäuser, Schulgebäude, alles schreit nach Reparatur und Erneuerung. Irgendwo ankommen außerhalb der Stadt ohne Vierradantrieb? Geht nicht. Neuguineaner sind wahre Genies an Geduld und Erfindungsreichtum, um mit den täglichen Unbill klarzukommen.

Das Land ist wunderschön an allen Ecken und Enden und es macht große Freude zusammen mit den Menschen hier Leben und Arbeiten zu dürfen. Aber schaut selbst, was ich hier mit dem Smartphone fotografiere und in diesen Blog lade.

Und weiter gehts 2017 im Allgäu auf der neuen Pfarrstelle in Memmigerberg. Ating mipela sindaun gut tru long hia.

Bis zu unserem Wiedersehen halte Gott uns in seiner Hand.

Belisi i ken i stap wantaim yupela!

Euer Wolfgang

  1. Stahl Gerhard
    18. Dezember 2017 um 07:59

    Lieber Wolfgang, Du hast es auf den Punkt gebracht. Ich beziehe mich auf Deinen Beitrag vom 17.12. zum Thema Schenken. Herzlichen Dank!

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