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Schnellrestaurant in Finschhafen

Weil wir grad beim Essen waren: Diese freundliche amerikanische Pfarrerin und ein deutscher Volontär freuen sich am Fastfood-Angebot in Finschhafen. Es gibt: Tapiok, Sagofladen, Kochbananen, Fisch, Gebäck, Kokosnüsse. Und natürlich Buai (Betelnüsse zum Kauen; macht süchtig und die Zähne kaputt).

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Das Bild entstand in Malasiga. Hier ist die Boot-Tankstelle von Finschhafen. („Finschhafen“ bezeichnet meist das rings um das Krankenhaus mit KFZ  befahrbare Gebiet von Busiga bis Warizarin)

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Immer am Mann:

Löffel und Gabel! Auch Teller und Tasse bringt man zu Einladungen, wie hier zur Konfirmation, immer selber mit.

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Dauert noch eine Weile, bis die Werkzeuge zum Einsatz kommen. Erst gibt es ein paar Reden; derweil wird das Essen kalt…

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Schwein gehabt…

hat die arme Sau eher nicht. Sie hat gerade für umgerechnet 170 € die Besitzer gewechselt und wird heute nach der Konfirmation verspeist. Schweine müssen hier für alles Mögliche herhalten: Sie sind Statussymbol, werden als Brautpreis eingesetzt oder bei Versöhnungsfeiern ausgetauscht. In der religiösen Symbolik kommt ihnen die Rolle des „Opferlammes“ zu. Schwein zu haben, eins zu bekommen oder zu essen, bedeutet für einen Neuguineer einfach pure Freude.

In einer Abschlussarbeit wurde der naheligende Vorschlag gemacht, das Lamm auf den Altartüchern durch ein Schwein zu ersetzen. Warum nicht? Christ sein lässt sich in jeder Kultur und mit den ihr je eigenen Ausdrucksmöglichkeiten. Wir haben uns schließlich auch bei der germanischen Kultur bedient und uns die Tannen ins Wohnzimmer gestellt. Und ohne die Begriffe von Platon oder Aristoteles könnte ich hier nicht Theologie unterrichten. Eine gute Erfahrung, die ich täglich machen darf: Der christliche Glaube überwindet Grenzen und wirkt integrierend. Er hat ein weites Herz und – wie unsere angehenden Pfarrer – einen großen Magen. Und damit bin ich in der Gedankenwelt des Tok Pisin angelangt: In dieser Sprache wird Theologie körpernah und sinnenfroh in Bildern und Geschichten getrieben.

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Hauptsache dokumentiert!

Sonst hat´s irgendwie nicht stattgefunden. Auch unsere Studenten knipsen was der Akku und der Speicher hergeben. Viele haben so ein „Tas“ (Touchscreen). Kostet umgerechnet 35 €, ein Vermögen. Und jeder mit so einem Ding ist bei Farcebook. Bloß ich nicht. Bei irgendwas muss auch mal ein (Alibi?egal:-) Nein! sein und bleiben.

Außer Fotografieren und Filmen galt bei der „Amamas Nait“ (bunter Abend und Talent Show):
Hauptsache, das Essen kommt auf den Boden und schmeckt. Das tut es! IMG_2857

Die Welt ist ein komplizierter, gefährlicher und schöner Ort und das Leben ist ein großes Rätsel.

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Eigentlich

wollte ich endlich ein paar Bilder und Eindrücke vom „ples“, vom dörflichen Leben zeigen. Die Welt der Subsistenz-Wirtschaft beginnt ja kaum einen Steinwurf von hier, gleich neben dem Campus. Da sind die Hütten aus Naturmaterialien und Wasser gibt´s vom Bach. Unter dem beständigen Stromausfall leidet niemand, da sowieso kein Stromkabel hinführt. In letzter Zeit war ich durch meine Arbeit gezwungen, mich länger als mir lieb ist, in Madang und Lae aufzuhalten. Der China-Kapitalismus treibt dort besondere Blüten.
(aufgenommen in Lae am ersten Oktoberwochenende im FoodMart)IMG_2847

 

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Himmel und Hölle

PNG nennt sich in den Werbeprospekten „The Land of Paradise“. Ich kann das gut verstehen. Heute Nachmittag ist es hier paradiesisch in Logaweng: Ein anregender Vormitag mit den Studenten und Lehrern liegt hinter mir. Zu Mittag gabe es Süßkartoffeln in Kokossuppe, dazu geräucherter Riff-Fisch, als Nachtisch gedünstete Bananen über Pomelo und dann einen Espresso. Es scheint die Sonne, eine leichte Brise weht vom Meer her. Auf dem Campus herrscht ein geschäftiger Frieden. Freundliche Menschen von der Insel Tami kamen vorhin ans Haus. Ich hatte sie informiert, dass wir Interesse an ihren Schnitzereien haben. Und so kamen sie den weiten Weg mit dem Speedboat, dann noch eine Strecke per PMV (Public Motor Vehicle) und schließlich eine Stunde per Pedes zu uns und boten ihre Schnitzereien zum Verkauf an.

Gleichzeitig leider auch wahr:
http://mediathek.daserste.de/tv/Weltspiegel/Papua-Neuguinea-Hexenverfolgung/Das-Erste/Video-Podcast?documentId=23112500&topRessort=tv&bcastId=329478

Dieser Beitrag der Weltspiegel-Sendung am 24.8.2014 lässt ahnen, warum PNG nicht zu den bevorzugten Tourismus-Gebieten der Welt gehört.

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Oans, zwoa, drei…

gsuffa. Jeder Anlass zum Trinken, und sei er noch so weit hergeholt, ist den Mitgliedern des Lae-Yacht-Club recht.

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Was sagt der Statiker

zu diesem Haus auf dem Gelände des Head Office der Luth. Kirche in Lae? Das Haus ist als Transithouse/Guesthouse für die Pfarrer gedacht. In der Bauweise eine Ausnahme hier, da zweigeschossig und aus Steinen gebaut. Aber: Ohne ordentliche Fensterstürze! Da würde ich mich mal lieber nicht aus dem Fenster lehnen. In dem blauen daneben, traditionell aus Holz errichtet, bin ich die nächsten paar Tage, um „Misis bilong mi“, Gertrud, in Port Moresby abzuholen und nach Finschhafen zu geleiten!

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Heute nach Lae!

Gestern war „Land unter“, REGEN, stürmische See. Heute ging’s wunderbar. Drei Stunden Vollgas, Bug immer schön hoch über dem Wasser. Dank einiger Sprünge über Wellen wird man trotzdem nass. Das Boot mit der grauen Plane geht als erstes raus. Da fahre ich mit. Auf den Bezinkanistern sitzt dann, bevor es losgeht, die Drei-Mann-Crew: Skipper, Tankwart, Riff- und Baumstamm-Ausgucker und raucht gemütlich Selbstgedrehte. (Ich wollte es nicht fotografieren; von wegen Verbot elektronischer Geräte wegen Funkenflug oder so) Zwischendrinn gibt’s eine Pause, um sich mit Buai oder Sagofladen zu versorgen.

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Sekretariat, Kopierraum, Netzwerk…

Der erste Eindruck täuscht in keiner Weise. Die Arbeitsmittel und Infrastruktur sind, wie üblich, privatisiert. Rechner und Drucker stehen daheim.

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