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Archive for the ‘Uncategorized’ Category

World Environment Day

Umweltbewusstsein spielt in PNG eine große Rolle. Viele Menschen haben eine kritische bis ablehnende Haltung zu den großen Minen, Tropenholzeinschlag und industriellem Fischfang – solange der eigene Clan nicht finanziell profitiert. Heute, am World Environment Day, wurde der Altar besonders schön geschmückt und wir wurden ermahnt, unsere Umwelt zu schonen. Und tatsächlich, auf Limo in Aludosen, Keksen in Plastik und manche Fahrt mit dem Landcruiser ließe sich – auch zu Gunsten eines höheren Familieneinkommens – verzichten. Tatsächlich ist der ökologische Fußabdruck der Menschen in Logaweng winzig im Vergleich zu dem, den ich in Deutschland hinterlasse. Ein sehr befremdliches Erlebnis war für mich der Einkauf in einem Australischen Öko-Supermarkt. Soweit das Auge reicht: Plastik, Kühlschränke und nur mit dem Auto zu erreichen. (Es empfiehlt sich, mit dem Hybrid-Toyota vorzufahren.)

Der Blumenschmuck zum Lobpreis des Schöpfers und seiner Schöpfung hat mich angerührt.

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Tankwarte

Marius und Jonex zapfen Benzin für die Rasenmäher. Vorne die elektrische Zapfpumpe für das (fast leere) Dieselfass. Beim Nachschub hakt es. Unsere Bestellung vom April liegt immer noch im Hafen in Lae fest. Die „Lady Zeming“ hat Motorschaden.  

 Hoffentlich vergisst niemand, vor Betreten des Treibstofflagers seine Zigarette draußen zu lassen. Am Rand eines Fasses ablegen? Alles schon vorgekommen😳

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Schön hier!

Rasen mähen mag ich. Es ist ein guter Sport für mich, der ich hier viel in Seminarräumen stehe und am Schreibtisch und in der Kirche sitze. Außerdem ist es gut, sich draußen zu bewegen. Sobald man stehen bleibt, beißen und stechen einen alle möglichen Insekten. Während der Aufnahme dieses Bildes: drei Mückenstiche und diverse Ameisenbisse. Trotzdem: es ist traumhaft schön hier!

Mein Haus von der hinteren Einfahrt bis zum Blick aufs Meer:

 Von dieser Art Häuser gibt es fünf für Mitarbeitende aus den Partnerkirchen. In drei Wochen werde ich  der einzig verbliebene sein. Wegen der dünnen Personaldecke aus Übersee ist die Ära der bisher üblichen Arbeitsteilung am SFS an ihr Ende gekommen.

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Vorsicht

In den zum Cocon eingesponnen Blättern wohnen Ameisen. Sobald ich mich ihnen nähere, springen mich die Wächterinnen ohne lang zu fackeln an und beißen.  

 

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Wegbegleiterin

Während ich meine Runden mit dem Rasenmäher drehe, baut sie eifrig an ihrem Netz vor dem Wohnzimmerfenster. Begonnen hat sie mit einem drei Meter langen Spinnfaden von der Dachrinne herunter. 

 

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Mitfahrerin

Heute heißt es Rasen mähen. Schon seit gut einer Stunde habe ich eine Mifahrerin dabei.  

 

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Kago Kalt bilong ol Waitman

22. Mai 2016 1 Kommentar

Eine Fahrt nach Lae endet in Logaweng meist so:

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In Gingala dauert das Ankommen eine Weile. Nicht nur, weil das Schiff wegen Streitereien mit den Landbesitzern nicht anlegen darf, sondern weil unser Cargo ausgeladen werden muss. Hier ist übrigens eine Waschmaschine dabei. Verdammt (sic) viel, was ol waitman alles im Laufe der Jahrzehnte nach Logaweng geschafft haben. Wenn unsere amerikanische Biblithekarin, Volontär Marius (beide Ende Juni) und schließlich ich (Ende November) abgereist sein werden, wird es erst einmal ein Ende mit dieser Form des Cargo Cults haben. Bis die nächsten Waitmann auftauchen und das Spiel wieder beginnt…

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Gerade fährt der auf dem Bild zu sehende und mit unseren Einkäufen beladene Schul-Truck, diesmal voll besetzt mit Studenten und deren Familien, an meinem Haus vorbei. Sonntagsausflug. Mein erster Gedanke: Diese Fahrt sollte unterbleiben, denn unser Dieselvorrat geht zur Neige. Bereits vor einem Monat habe ich zehn Diesel-, Benzin- und Kerosinfässer bei Mobil bestellt. Auch die großen Gasflaschen für den Herd kommen aus Lae. Der Weg des Treibstoffs hierher ist mühsam zu organisieren und traditionell die Aufgabe eines Überseemitarbeiters (u.a. weil nur er über eine Kreditkarte und ein Auto in Lae zur Abwicklung von Einkauf und Fracht verfügt). Diesmal hakt es mit der Lieferung. Da noch immer ein paar Liter im Tank sind, wird gefahren, als ob es kein Morgen gibt. Wir Menschen sind halt überall die gleichen: zu oft auf kurzfristge Vorteilsnahme aus und immer voller Hoffnung, dass es schon irgendwie weitergeht. Echte Cargo Cult Anhänger glauben sogar, mit der richtigen Magie werde das Zeug wie von selbst aus dem Boden wachsen oder vom Himmel fallen. Mi tingting planti – das bereitet mir Sorgen. Anders übersetzt: Grübelgrübel.

Dafür fand sich heute Mittag sehr Erfreuliches auf meinem Teller ein. Nach dem Taufgottesdienst war ich zum Essen eingeladen. Außer den unvermeidlichen Maggi-Nudeln stammt alles aus lokalem Anbau, Fischfang und hiesiger Hühnerhaltung.IMG_4243

 

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Zeiten ändern sich…

5. April 2016 1 Kommentar

…und auch wieder nicht. Auf diesem Bild ist noch alles beim Alten. Ganz traditionell mittels Brandrodung wurde von unseren Studenten ein neuer Garten angelegt. In drei bis sechs Monaten werden Süßkartoffeln, Bananen, Taro, Tapiok, Zuckerrohr, Mais geerntet. IMG_1726Während die drei sich von der Arbeit ausruhen, lernen die Mitglieder des Chores eine wichtige Kulturtechnik: das Binden eines Krawattenknotens. Pastor Edwin aus den Philippinen bringt es ihnen nach der Chorprobe bei. IMG_1721

Neue Zeiten und ein neues Rollenverständnis auch für Väter: Dieses Bild hätte ich vor ein paar Jahren noch nicht machen können. PNG ist eine extrem patriachal organisierte Gesellschaft. Aber es tut sich was und Männer übernehmen Verantwortung in Bereichen, die bisher reine Frauendomäne waren. Umgekehrt erlangen Frauen Machtpositionen z.B. in Banken und im Geschäftsleben, die bisher nur für Männer denkbar waren.

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Frohe Ostern!

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Happy Easther:-))

Yes, tru tumas God i bin kirapim em bek! Krais i kirap paslain long ol arapela man i dai pinis, olsem namba wan kaikai i redi long gaden. (kaikai=Essen, der Rest des Textes aus der Osterliturgie müsste sich beim laut Lesen erschließen)

Pidgin bleibt immer ganz nah am Leben. Verzweiflung und Hoffnung, menschliche Zerstörungswut und Gottes Neubeginn, Gewalt und Liebe, Tod und Leben lassen sich auf Pidgin mit seinem kleinen Wortschatz von ein paar hundert Worten mindestens ebenso gut durchbuchstabieren wie auf Deutsch oder Englisch. Vielleicht sogar besser. Denn Pidgin lässt keine Ausflucht in die Abstraktion zu. Sinn und Bedeutung erschließen sich nicht in abstrakten Begriffen, sondern in Bildern und Geschichten aus dem Alltagsleben.

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Tore „schießen“?

16. März 2016 1 Kommentar

Bei der Morgenandacht vor mir in der Kirche blickte ich auf das Trikot eines angehenden Pfarrers mit dem Emblem des Sponsors aus Österreich. Beliebt sind auch Aufkleber an Autoscheiben mit dem Text „Gun on board“ und dem entsprechenden Emblem einer Handfeuerwaffe.

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